Über mich

Geboren wurde ich 1977 in der bayerischen Landeshauptstadt München in einem relativ katholischen Haushalt. Meine Mutter war Katholikin und mein russisch-stämmiger Vater gehörte zur orthodoxen Kirche. Beide waren nicht wirklich fromm, doch wie es sich gehörte, besuchte man regelmäßig die Kirche und pflegte einen auf guten Essen und Trinken basierenden Kontakt zum Gemeindepfarrer, zum Kaplan und auch zur Gemeindeschwester. Während meiner Kindheit war ich Messdiener/Ministrant und der Religionsunterricht hatte es mir gut angetan. Nebenbei zog es mich in der Stadtbibliothek immer in die Abteilung mit den Büchern über Magie, Okkultismus und Esoterik, aber auch in die Geschichtsabteilung mit Allem was es damals über die alten Kulturen gab.

Meine gesamte Kindheit und Jugend prägte mich auch der Kontakt zu einer Dame aus altem französischen Adel in unserer Nachbarschaft. Durch kleinere Tätigkeiten im Haushalt konnte ich mir etwas hinzuverdienen und sie unterstützte uns oft nach dem Tod unseres Vaters, als es uns finanziell schlecht ging. Gertraud G. pendelte leidenschaftlich gern und pflegte zu ihrem verstorbenen Mann intensive Jenseitskontakte. Ihr Gatte war einst ein bekannter Maler und Werke von ihm waren im Lenbachhaus in München ausgestellt. Sie erzählte oft von früheren Jahren und auch Treffen mit dem großen Aleister Crowley. Man könnte sagen, sie war die erste die mich ausgebildet hat.

Nach meiner kaufmännischen Ausbildung in München trat ich aufgrund meiner kirchlichen Prägung in einen Salzburger Missionsorden ein und absolvierte in der Landesnervenklinik die Ausbildung zum Krankenpflegehelfer. Missstände innerhalb der Ordensgemeinschaft waren der Grund warum ich der römischen Kirche den Rücken zuwandte im Jahr 1999, nach gut 3 Jahren Ordenszeit. Im selben Jahr besann ich mich auf mein Interesse am Okkulten und bekannte mich zum Wicca.

Seit nunmehr 20 Jahren bin ich als Solitary Wicca unterwegs, wobei es auch Zeiten in Coven gab. Da ich ein freiheitsliebender Mensch bin und bestimmte Dinge für mich stimmig sein müssen, treffe ich zwar gerne Hexenschwestern und Brüder finde die Zugehörigkeit zu einem festen Zirkel oder Coven unpassend. Zum Glück sind wir so frei und können selbst entscheiden was für uns passt. Diese Freiheit ermöglichte es mir auch zwischenzeitlich Kontakt zu kleineren Kirchen zu suchen, musste jedoch erkennen das hier genau derselbe Sumpf wie in den Großkirchen vorherrscht.

Es gibt den netten Satz: Nicht jede/r Wicca ist Hexe/r und nicht jede/r Hexe/r muss Wicca sein. Beides kann unabhängig voneinander geschehen. Für mich selbst bedeutet Wicca primär die Glaubenssätze zu respektieren und eine Spiritualität zum Wohle unserer Umwelt, der Zukunft unserer Kinder, unseren Mitmenschen zu leben. Als Hexer wiederum orientiere ich mich an den klassischen Lehren und Regeln großer Okkultisten und Magier wie Crowley und Gregorius. Man kann beides trennen aber auch verbinden, diese Freiheit existiert – unabhängig von weichgespülten Hexenbildern aus TV und Kino.

Zur Esoterik hab ich ein ziemlich gespaltenes Verhältnis. Da ist einerseits die klassische Esoterik die bedeutet das bestimmte Lehren nur eingeweihten oder einem bestimmten Kreis bekannt sind – welche ich definitiv praktiziere – und dann ist da die billige Kaufhausesoterik der heute so ziemlich Jede/r meint angehören zu müssen. Das ist nichts weiter als Humbug, Geldschneiderei und etwas für Leute die es nicht besser verdienen. Seit dem Jahr 2017 distanziere ich mich auch davon. Aber auch von Menschen die ein rechtes Gedankengut pflegen und meinen dies mit Esoterik und Okkultismus vermischen zu müssen. Politik und Spirituelles sollte man nicht vermischen – Genauso wenig schnelle Geldmacherei und Hexenkunst: Das passt nicht.

Ich verdiene mein Geld mit regulärer Arbeit, weswegen ich meine Dienste auch nicht gegen eine Preisliste anbiete. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es für Hexenkunst keinen Ausgleich geben soll: Es wird Zeit, Energie und Material investiert. Dafür muss der Nutznießer natürlich etwas erbringen, jedoch nicht zu übertrieben Konditionen.

Schon in meiner Kindheit war mir klar, dass ich schwul bin und so hatte ich auch schon als Jugendlicher einige gleichgeschlechtliche Kontakte. Leider war ich so dumm und habe wegen meinem Eintritt in die Ordensgemeinschaft meinen ersten Freund verlassen. Trotzdem war für mich die Zeit im Kloster eine interessante und wertvolle Erfahrung. Nach einigen Freundschaften, lernte ich im Jahr 2007 meinen festen Partner und mittlerweile Ehemann kennen. Wir sind nun seit dem Jahr 2010 verheiratet und ich bin froh in ihm eine gute Stütze zu haben die mir immer halt gibt, mich fördert und mir das nötige Feedback gibt wenn es angebracht ist. Zusammen mit unseren zwei Katzen bilden wir eine kleine und stabile Familie die ihre Wege geht und ihre Ziele nicht aus den Augen verliert. Feste Beziehungen, Familien und Partnerschaften finde ich wichtig, dürfen jedoch gerne unkonventionell und den individuellen Bedürfnissen angepasst sein. In einer Welt die immer schnelllebiger ist, ist es gut wenn etwas Bestand hat und Sicherheit gibt.

Dies war nun ein Abriss über mein bisheriges Leben. Wer gerne mehr erfahren möchte ist natürlich eingeladen mich zu kontaktieren.