Göttin und Gott

DIE GÖTTIN
SIE die alles Leben hervorbringt, ist die dunkle Mutter, gleichsam die helle, lichte Seite des Mondes.
IHRE Kraft ist die Fruchtbarkeit und das intuitive Wissen um die Gesetze der Natur.
SIE erscheint uns als Erdgöttin, als Herrin des Wassers, des Gefühls und der Sternengöttin, die den Menschen Frieden bringt.
IHRE Erscheinungsformen sind ebenso vielfältig wie ihre Namen: ISIS, ASTARTE, INANNA, HEKATE, ARADIA; und viele, viele mehr.
SIE ist diejenige, die der Hexe die Kunst der Zauberei geschenkt und
sie das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen und Steine gelehrt hat.
IHR Symbol ist der Mond; er repräsentiert die Göttin in allen ihren Erscheinungsformen.
Der zunehmende Mond ist der jugendliche, jungfräuliche Aspekt der Göttin.
Der Vollmond ist die schwangere Göttin, die Mutter, die den Sonnengott unter ihrem Herzen trägt.
Der abnehmende Mond ist die alte, weise Göttin, die sich zurückzieht, um sich zu erneuern und zu verjüngen. Der Neumond repräsentiert BEIDE Aspekte der Göttin; auf der einen Seite die alte und zerstörende Göttin, zum anderen den jungen, belebende Aspekt.
Aus diesem Grund wird bei Neumond keinerlei Magie ausgeübt, da niemand sicher sein kann,
welcher Aspekt die Magie aufnimmt, und ein Zauber so ins Gegenteil umschlagen kann


DER GOTT
Das Leben des Gottes im Jahreslauf:
Yule: Der Sonnengott wird durch die Göttin geboren
Imbolc:Er löst sich von der Mutter und muss gegen den alten Gott (Winter) kämpfen und sich töten.
Ostara: Er wird zum Herrscher der Vegetation, der Natur; Pan, rasend vor Gier nach Sexualität.
Beltane: Er hält Hochzeit mit der Göttin und zeugt sich selbst.
Litha: Er wird zum Sonnenkönig gekrönt, seine Unabhängigkeit geht verloren, er muss die Herrschaft über das Land antreten und mit der Göttin herrschen
Lammas: Der Sonnengott wird getötet und sein Blut wird für die Fruchtbarkeit über die Felder gegossen.
Mabon: Er steigt hinab ins Totenreich, Übergang zur dunklen Jahreszeit.
Samhain: Er wird zum König der Unterwelt, findet seinen Mutter/Geliebte wieder.

Beide herrschen nun gemeinsam in dieser Welt. Der gehörnte Gott ist das Sinnbild des Jägers, die personifizierte Sexualität. Seine Hörner (oder das Geweih) sind das unübersehbare Zeichen seiner Macht und seiner Potenz. Gleichzeitig symbolisieren sie die Strahlen der Sonne, dessen Symbol sie ist und krönen ihn als Gott. Seine Kraft schöpft er aus dem Urquell des Gefühls. Der Gott verkörpert die Lust und die Gier nach Vereinigung. Er ist wild und zärtlich zugleich, ein perfekter Herrscher, denn er opfert sein Leben für das seiner Untertanen. Der Gehörnte Gott ist nicht Satan. Satan ist eine Erfindung der christlichen Kirchen um den gehörnten Gott zu diffamieren.